Langwedel - Wer war schon einmal im Landtag in Hannover? Auch im neuen Landtag? Wo ist der überhaupt?

„Da, wo auch der alte war. Das neue Gebäude soll transparenter sein. Wie die Demokratie“, weiß Niels Musold. Da hat aber jemand gut aufgepasst. Stimmt. Nachdem die 10c der Oberschule Langwedel mit dem Zug nach Hannover gefahren war, ging man noch gut zehn Minuten zu Fuß - und war am Leineschloss. Immer noch Sitz des Landtages.

„Da haben wir einen Film geguckt, über den Landtag. Kann aber auch jeder im Internet gucken“, erzählt Celine Franke. Anschließend ging es auf die Besuchertribüne des Landtages. Von oben betrachtet waren doch recht viele Abgeordnete bei der Debatte. „Aber wenig Presse.“

Dabei war richtig was los, im Plenarsaal. Vielleicht nicht unbedingt bei dem Thema was der Brexit, zumal der ungeregelte, denn nun für die deutschen Fischer im Allgemeinen und insbesondere den Standort Cuxhaven bedeuten könnte. Fazit: Man weiß nicht genau, was kommt. Aber es droht ein Verlust von Arbeitsplätzen.

 

Langwedel - Für wenig Geld nach Spanien, Dänemark und Polen, dabei andere junge Leute kennenlernen und auch noch etwas Sinnvolles tun... das klang doch gar nicht schlecht, was Dominik Kellenberg und Melina Oelrichs da den Zehntklässlern an der Oberschule Langwedel zu erzählen hatten. Kellenberg ist früher selbst in Langwedel zur Schule gegangen, steht jetzt wie seine Kollegin Oelrichs in der BBS Dauelsen vor dem Abitur. Außerdem gehören die Beiden zu einer Arbeitsgruppe der BBS, die sich im Erasmus Plus „Ecostrat“ Projekt der Europäischen Union (EU) bewegt.
Ob sie ihr Projekt vielleicht in Langwedel vorstellen dürften, fragte Dominik Kellenberg in seiner alten Schule an. „Klar. Kommt vorbei“, habe er dann sofort geantwortet, erzählt Konrektor Derik Eicke. „Für so was bin ich immer zu haben.“

Langwedel - Von Jens Wenck. Wie? Fototermin? Jetzt? Das hätte Derik Eicke, stellvertretender Leiter der Oberschule Langwedel ja auch mal eher sagen dürfen. Dann hätte man vielleicht noch etwas am Styling tun können. Aber auch egal. Wer beim Börsenspiel der Kreissparkasse so dermaßen abräumt, der steckt solche Überraschungen fix weg. Beim Börsenspiel haben nämlich zwei Teams der Oberschule am Goldbach trefflich zu geschlagen.

„Die Börsenmakler“ kommen aus dem Profil Wirtschaft der 10. Klassen - und waren im Landkreis Verden die absolut Besten. Aus dem schwarzen Börsenjahr 2018, in dem das Börsenspiel von September bis Ende Dezember dauerte, gingen sie mit Gewinn raus.

Über 2 000 virtuelle Euro Gewinn standen am Ende zu Buche. „Moment“, sagt Niels Musold, zückt sein Smartphone und guckt nach: „2 179, 79 Euro um genau zu sein.“ Kreisweit auf Platz Drei kamen die Langwedeler Neuntklässler mit dem Gruppennamen SDA.

Klar, das gab eine Einführung ins Planspiel durch Vertreter der Langwedeler Sparkasse, verbunden mit dem Angebot, auch während des Spiels immer ansprechbar zu sein. Brauchten „Die Börsenmakler“ aber nicht. Sie hatten das Thema Börse ja auch noch im Unterricht. Da haben sie auch eine Arbeit zum Thema geschrieben. „Also über Börse. Da wussten wir schon, was Aktien sind.“

Logisch.

Langwedel – Im September haben sie losgelegt, im November ein Experteninterview nach dem anderen geführt. Die Gespräche wurden ausgewertet, die Videomitschnitte bearbeitet. Das Endergebnis packten sie auf einem einzigen Plakat zusammen. Was zum Einen nicht einfach war, zum Anderen auch die Verbindung zum Internet herstellt. Die Klasse 10c der Oberschule am Goldbach ist fertig mit „Die Gasförderung im Flecken Langwedel – Fluch oder Segen?“.

„Wir wollten ein Projekt machen und waren schnell beim Thema Fracking“, erzählt Nils Musold. Schließlich wohnen und leben alle in einer Region, in der seit Jahren Erdgas gefördert wird. Mit spürbaren Folgen. „Viele haben selbst Schäden an ihren Häusern. Da wollten wir mehr erfahren“, so Lena Traichel. Für die Schäden an den Häusern werden Erdbeben verantwortlich gemacht, die durch die Erdgasförderung hervorgerufen wurden.

Mehrere Monate hat sich die Oberschulklasse 10c mit dem Thema Erdgasförderung auseinandergesetzt. Nun haben die Schüler ein Fazit gezogen und hoffen auf Gewinn beim Bundeswettbewerb für politische Bildung.

„Erdgasförderung - Fluch oder Segen?“ – mit dieser Fragestellung hat sich die Klasse 10c der Oberschule Langwedel im Rahmen eines Projektes in den vergangenen Monaten auseinandergesetzt. Wie berichtet, führten die Schüler, nachdem sie sich zunächst allgemein über die Themen Erdgasförderung und Fracking informiert hatten, insgesamt fünf „Experten“-Gespräche: mit Vertretern ansässiger Bürgerinitiativen, Bürgermeister Andreas Brandt, der Landtagsabgeordneten Dörte Liebetruth, dem Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt und Heinz Oberlach von der Deutschen Erdoel AG. Die Inhalte, Erkenntnisse und auch ein Fazit des Projektes hat die 19-köpfige Klasse nun auf einem Plakat zusammengefasst, welches demnächst unter anderem im Rathaus zu sehen sein soll. Ein zweites Exemplar wurde nach Bonn verschickt – für die Teilnahme am Bundeswettbewerb für politische Bildung.

Mit diesem hat die Klasse bereits gute Erfahrungen gemacht. Noch als 9c hatte sie vor einem Jahr den Wettbewerb mit einer Projektarbeit zum „Wahlrecht ab 16“ gewonnen und durfte sich im Sommer über eine fünftägige Reise nach Berlin freuen, Fototermin mit Kanzlerin Angela Merkel inklusive. Ob es auch dieses Mal wieder für einen vorderen Platz reicht, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. „Persönlich fand ich das Thema dieses Mal noch interessanter und es hatte auch nochmal einen größeren Umfang“, erzählt Schüler Niels Musold. 

Go to top