Langwedeler Oberschule am Goldbach rennt für Spenden an die Welthungerhilfe

Langwedel - Von Jens Wenck. Ach, du liebes Bisschen. Die Herrschaften sind, mit Verlaub, wie die jungen Rennpferde: kaum zu bremsen. „Ihr könnt jetzt schon einmal vor bis zu den Streckenposten“, gibt Lehrerin Yasmin Seebeck der unruhigen Klasse am Spiridonstein in der Daverdener Marsch mit auf den Weg.

Die Posten für den diesjährigen Spendenlauf der Langwedeler Oberschule am Goldbach stehen gut 300 Meter weiter. Hier sollen sich alle sammeln, damit Schulleiter Rolf Bartels die ganze Geschichte offiziell starten kann. Letzteres wird laut und deutlich angesagt, entgeht unseren Rennpferden aber offensichtlich irgendwie. Kaum bei den Streckenposten angekommen, laufen die Ersten los – und der Rest natürlich hinterher.

Einmal auf einer großen Bühne stehen und das Publikum begeistern. Das ist der Traum eines jeden Musikers. Nun hat sich diese Chance für die Nachwuchsmusiker der Oberschule am Goldbach ergeben.

Durch die Initiative engagierter Eltern hat sich die Chance eröffnet, dass wir uns mit der Oberschule am Goldbach musikalisch auf dem Langwedeler Markt präsentieren konnten. Nach einer sehr intensiven und aufregenden Vorbereitungsphase und sehr vielen Proben war es letzten Sonntag nun soweit.

Bei bestem Wetter rockten die Bandklasse „GoldRock“ die Schulband „Goldcreek“ und die Lehrerband „DIE! Leerers“ die „Holtebüttel rockt“ Bühne und begeisterten das zahlreich erschienene Publikum. Aber nicht nur für die Schülerinnen und Schüler war es der erste große öffentliche Auftritt. Auch für die Lehrerband, war es eine gelungene Premiere, die uns viel Freude bereitet hat.

Das Publikum war so angetan, dass es sich nicht lumpen ließ. Der umhergehende Hut war am Ende prall gefüllt, sodass wir dem Förderverein eine Spende von 300,- € zukommen lassen konnten.

Wir (Musik-)Lehrkräfte sind begeistert, von dem was sich da entwickelt hat und ist für uns eine tolle Bestätigung unserer Arbeit an dieser Schule.

Live Music Night Flyer

 

Mit ernsten Tönen und einem unterhaltsamen Programm sind in der Oberschule am Goldbach in Langwedel am Freitagmorgen die Zehntklässler sowie acht Schüler aus neunten Klassen verabschiedet worden.

Eigentlich ist es üblich, dass ein Schulleiter den Jugendlichen bei der Entlassungsfeier eines Jahrgangs noch einige weise Worte mit auf den weiteren Lebensweg gibt. Doch am Freitagmorgen in der Oberschule am Goldbach in Langwedel verzichtete Rolf Bartels darauf – drehte den Spieß lieber einmal um und gab einigen Schülern das Wort, kluge Ratschläge an die Anwesenden zu richten. „Wir sollten alle beginnen, die Umwelt zu retten“, gab eine Schülerin die Marschrichtung vor. Wie das gehen kann, wurde anhand einiger Beispiele wie „Wassersparen“, „keine Lebensmittel wegwerfen“ oder „regionale Produkte einkaufen“ genannt. 

Und so stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der Veränderung, nämlich nicht nur der, dass für die verabschiedeten Schüler ein neuer Lebensabschnitt beginnt, sondern eben auch, dass es Veränderungen auf der Welt braucht, damit diese auch zukünftig noch bewohnt werden kann. Eine große Verantwortung dafür tragen die Menschen eben jener Generation, die in der Sporthalle der Langwedeler Schule auf ihre Abschlusszeugnisse warteten, merkte Bartels an.

Große Entlassfeier für 79 Oberschülerinnen und Oberschüler in Langwedel

Langwedel - „Habe ich euch eigentlich bei der Einschulung versprochen, dass ihr noch in eine neue Schule einziehen werdet?“, fragte Schulleiter Rolf Bartels. Heftiges Nicken im weiten Rund der Langwedeler Sporthalle. „Oh. Dafür entschuldige ich mich.“ Sofort schob der Rektor einen großen dicken Dank an den Schulträger, also den Flecken Langwedel, hinterher, dass der so eine wunderbare neue Schule bauen lässt. Nur wann die fertig wird, das sagte niemand am gestrigen Vormittag bei der Entlassfeier für den Jahrgang 2019 der Oberschule am Goldbach in Langwedel. Auch Bürgermeister Andreas Brandt nicht.

Dafür feierte Rolf Bartels lieber ausführlich die Vorzüge und die Stärken der jungen Leute, und zwar ausgesprochen launig und unterhaltsam. Im alten Oberschulgebäude verhält es sich so, dass die Räume der 10. Klassen hinter dem Verwaltungstrakt liegen. Dahin kommt man durch den Flur am Rektorenzimmer mit der meist offenen Tür und am Sekretariat vorbei. Oder aber über eine Treppe und den ersten Stock. Weil nun das ständige Gerenne von fast 100 Schülerinnen und Schüler die Bürobewohner nervt, wurde der Flur für Schüler zur Verbotszone erklärt. Half aber nichts. Also schließt man die Durchgangstür meistens ab.

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